Kleiner Pieks, großes Desaster

Teile diesen Artikel:

Über mich:
29 Jahre alt, Mechaniker, sportlich sehr aktiv, verheiratet, stolzer Vater einer Tochter!

Symptome:
Erschöpfungssyndrom, Brainfog, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Kopfschmerzen, Schwindel, Sehstörungen, Augenschmerzen, Herzklopfen/-schwäche, Atemnot, Muskelschwäche, starke Beinschmerzen. Bei Belastung kommen Gesichtslähmungen, kribbeln in Armen, Beinen, Kopf und Brust hinzu.

Meine zweite Moderna Impfung, am 19.06.21, hat mein Leben grundlegend verändert. Die ersten 2 Tage hatte ich normale Impfreaktionen, über die ich mich gefreut habe, da die Impfung scheinbar wirkte. Am 22.06. ging es mit dem RTW, von der Arbeit, mit Lähmungen, Atemnot, Bluthochdruck,
Herzschwäche usw. in die Klinik. Es wurde nichts gefunden. Am 02.07. ist unsere Tochter geboren und ich war einen Monat in Elternzeit. Meine Kräfte waren gering, aber ich gab mein bestes. Danach ging ich wieder zur Arbeit. Jeder Tag war eine Qual, begleitet von extremen Symptomen. Ich habe mich durchgekämpft, bis zum 19.10. Ich kam von der Arbeit nach Hause und bin zusammengebrochen mit Herzklopfen und Luftnot. Lähmungen kamen ebenfalls hinzu. Erneut ging es in die Klinik. Nach 3 Tagen auf der Kardiologie wurde ich als gesund entlassen. Ich war nicht mal in der Lage richtig zu laufen oder zu reden. Am 25.10. versuchte ich erneut zu Arbeiten. Ich konnte mich nicht mehr auf den Beinen halten, bekam wahnsinnigen Schüttelfrost und konnte nichts mehr richtig wahrnehmen. Meine Frau holte mich ab. Nun war ich für 4 Wochen krank geschrieben und versuchte es mit kompletter Ruhe. Ich war froh, wenn ich mein eigenes Brot schmieren konnte, oder alleine durch die Wohnung gehen konnte. Am 29.11. fuhr ich mit dem Bus erneut an die Arbeit. Das war ein großer Fehler. Die nächsten 5 Tage lag ich komplett flach. Ich konnte nicht reden, kaum atmen, meinen Kopf nicht einmal drehen. Ich musste in die Badewanne getragen und gewaschen werden. Von da an bis zum 16.02 war jede Sekunde einfach eine Qual. Ab da nahm ich Beta Blocker, Vitamin D3 und Blutverdünner. Es wurde alles geringfügig besser und ich konnte sogar meine Tochter wieder auf den Arm nehmen und etwas Quatsch mit ihr machen. Damit komme ich bis heute einigermaßen durch den Tag und warte sehnsüchtig auf Heilung.

Meine Gedanken:
Werde ich je wieder gesund?
Kann ich irgendwann wieder arbeiten?
Was ist mit meiner Familie?
Wie geht das alles finanziell weiter?
Kann ich jemals meiner Frau und Tochter gerecht werden?
Ich will mein Leben zurück!!!

Teile diesen Artikel:

1 Kommentar zu „Kleiner Pieks, großes Desaster“

  1. Mike

    Hallo Marcel, Dein Bericht hat mich echt mitgenommen. Ich bin vergleichsweise glimpflich davongekommen, auch wenn mir die erste Impfung vom 20. Mai 2021 bis heute nachhängt. Gute Besserung und denk dran, Deine Tochter braucht Dich noch für so vieles.

    Mike

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.